10. März 2026 Publikationen Gesamtverband / Frauen u. Familie
Frauenpolitisches Grundsatzpapier

Geschlechtergerechtigkeit ist ein Grundpfeiler sozialer Arbeit

Geschlechtergerechtigkeit ist keine Nebensache, sondern zentrale Voraussetzung für eine sozial gerechte Gesellschaft. Ohne Gleichstellung kann eine zukunftsfeste Demokratie nicht gelingen – diese Überzeugung prägt die Arbeit des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. Mit seinem aktuellen frauenpolitischen Grundsatzpapier unterstreicht der Verband seine feministische Haltung und formuliert klare Forderungen für eine konsequente Gleichstellungspolitik.

Das Papier macht deutlich: Über die Hälfte der Bevölkerung ist weiblich, doch Gleichstellung bleibt eine Daueraufgabe. Frauen übernehmen überproportional viel unbezahlte Care-Arbeit, arbeiten häufiger in Teilzeit und sind stärker von Altersarmut betroffen. Diese strukturellen Benachteiligungen verstärken sich gegenseitig.

Paritätische Forderungen

Der Paritätische fordert daher umfassende Maßnahmen:

  • die Abschaffung des Ehegattensplittings
  • echte Lohngerechtigkeit und Entgelttransparenz
  • paritätische Elternzeit-Regelungen
  • ein höheres Rentenniveau
  • die bessere Anerkennung von Care-Arbeit
  • die Stärkung sexueller und reproduktiver Rechte
  • die Entkriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen
  • die konsequente Umsetzung der Istanbul-Konvention zum Gewaltschutz

Wichtig ist: Feministische Politik muss alle Frauen einbeziehen – unabhängig von Herkunft, Aufenthaltsstatus, Beeinträchtigung oder sexueller Orientierung. Der Verband steht für eine inklusive Gleichstellungspolitik, die strukturelle Benachteiligungen abbaut und echte Teilhabe ermöglicht.

Ansprechperson

Juliane Moosdorf
Referentin Frauen und Familie
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