Expertise: Verschlossene Türen
Frauen und Familie, Armut
Regelmäßig analysiert der Paritätische Armutsbericht die soziale Entwicklung in Deutschland.
Die Wirtschaft ist in den vergangenen Jahren gewachsen und die Arbeitslosigkeit gesunken. Dennoch verharrt die Armutsquote auf einem Rekordstand, denn die günstige ökonomische Entwicklung kommt bei den Armen nicht an. Der Armutsbericht zeigt, dass Familien - insbesondere Alleinerziehende-Haushalte und Paare mit drei und mehr Kindern - damit Kinder in besonderem Maße von Armut betroffen sind. Der Blick auf die Gruppe der Armen zeigt zudem: Mehr als jede*r fünfte Arme ist minderjährig.
In diesem Kontext wird in dieser Expertise folgenden Fragen nachgegangen.
Im Zentrum der Auswertung steht die soziale Ungleichheit: Wie wirkt sich die soziale Ungleichheit für die Kinder aus? Wie viel Geld geben die ärmsten Familien für ihre Kinder aus? Wie groß ist der Abstand bei diesen Ausgaben zum gesellschaftlichen Durchschnitt? Und: Wie weit ist der Abstand zu den Ausgaben für die Kinder der reichsten Familien? Wie hat sich das Verhältnis von „unten“ und „oben“ über die Zeit entwickelt? Und schließlich: Welche Auswirkungen hat die soziale Ungleichheit für die Teilhabe der Kinder? Inwieweit sind unter den analysierten Bedingungen gleiche Entwicklungschancen für alle Kinder gegeben?