Arbeitsagenturen Berlin-Brandenburg zünden „Job-Turbo“

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Ausländische Fachkräfte besser integrieren: Darum geht es in dieser Woche im Rahmen der Kampagnenwoche „Job-Turbo“ der Arbeitsagenturen.

Eine Rednerin stellt den Unternehmensgipfel Berlin-Brandenburg vor
Unternehmensgipfel Job-Turbo: ©Paritätischer Brb/Kaczynski

Im Rahmen der Initiative sollen geflüchtete Menschen mit Sprachkenntnissen ab Niveau A2 strategisch in den Arbeitsmarkt integriert werden. Ziel ist es, arbeitsuchende Geflüchtete direkt im Anschluss an die Sprach- und Integrationskurse in Beschäftigung zu bringen. Zum Personenkreis des Job-Turbo zählen die arbeitsuchend gemeldeten Geflüchteten aus der Ukraine sowie aus den acht stärksten Asylherkunftsländern. Die Agenturen Berlin-Brandenburg luden 60 Teilnehmende aus Betrieben verschiedener Branchen sowie Verbände ein, die Kampagne im Rahmen eines Unternehmensgipfels vorzustellen und zu diskutieren.

Beteiligt war auch Andreas Kaczynski, Vorsitzender der LIGA Brandenburg und Vorstand des Paritätischen Landesverbandes. „Geflüchtete Menschen gehören zu den dringend gebrauchten, zusätzlichen Arbeitskräfte von heute und morgen. Wir sollten dieses Potential viel besser nutzen“, so Kaczynski. Die Zahl der Arbeitskräfte mit Fluchthintergrund entwickle sich aktuell positiv: „Betriebe in Brandenburg beschäftigen seit vielen Jahren ausländische Arbeitskräfte. Über Praktika führen sie die Menschen an die Aufgaben heran, begleiten sie in Teams und unterstützen bei der sprachlichen und fachlichen Weiterbildung. Bei allen Schwierigkeiten mit Sprache und Integration zeigte der Austausch ganz deutlich, wie Menschen mit Fluchthintergrund den Arbeitsmarkt durch neue Perspektiven und Impulse bereichern.“ Natürlich gebe es auch Kritik, insbesondere an der deutschen Bürokratie, aber: „Die positiven Stimmen überwiegen deutlich.“

Die LIGA Brandenburg unterstützt die Kampagne zum Job-Turbo. Mit einer eigenen Initiative sind die Wohlfahrtsverbände in Brandenburg momentan in intensiven Gesprächen mit der Landesregierung und den politischen Parteien. Sie beinhaltet die Verbesserung der Rahmenbedingungen bei der Beschäftigung ausländischer Fachkräfte. Ein aktuelles Positionspapier der LIGA macht die Forderungen deutlich.