Aktionstag "Kita-Kollaps" mit über 230 Aktionen
Pressemitteilung, Landesverband, Kinder- und Jugendhilfe
Mehr als 270 Kitas und Horte in Brandenburg riefen die politischen Verantwortlichen im Land auf, noch in der aktuellen Legislaturperiode ein neues Kitagesetz auf den Weg zu bringen.
Um auf die Missstände aufmerksam zu machen, gab es am Mittwoch im ganzen Land über 230 dezentrale Protestaktionen. Dazu gehörten mehrere Kundgebungen und Demonstrationszüge in Cottbus, Eberswalde, Königs Wusterhausen, Lübben, Neuruppin und Potsdam sowie Protestzäune oder Plakataktionen.
Die Initiative Kita-Kollaps fordert dazu auf, den Notstand in der frühkindlichen Bildung zu beenden, die Finanzierung der Einrichtungen abzusichern und transparent zu gestalten. Zudem zielt das Bündnis auf die Verbesserung der Bildungs- und Betreuungssituation in den Kitas, bessere Arbeitsbedingungen und eine bedarfsgerechte Planung.
„Es bleibt ein großes Ärgernis, dass die dringend notwendige Überarbeitung des Brandenburger Kita-Gesetzes bisher gescheitert ist. Kinder, Eltern und Kita-Träger leiden jeden Tag unter den Folgen, denn eine Neuordnung der Zuständigkeiten und Finanzströme ist überfällig, um Kindertagesbetreuung auf eine auskömmliche, gerechte und transparente Grundlage zu stellen“, so Andreas Kaczynski, Vorsitzender des Paritätischen Landesverbandes. „Der Schlüssel liegt in einer Finanzierung von Kindertagesbetreuung aus einer Hand, um Rechtssicherheit zu schaffen.“ Es gehe jetzt insbesondere darum, noch vor den Wahlen einen demokratischen Prozess in Gang zu setzen.
Die Initiative Kita-Kollaps ist ein Zusammenschluss von Kitas und Horten im Land Brandenburg und wird unterstützt von den Wohlfahrtsverbänden in Brandenburg. Sie setzt sich für ein neues, modernes Kitagesetz ein. Gegen die aktuellen Regelungen sind zahlreiche Klagen anhänglich. Bereits im letzten Jahr fanden am 15. Mai zahlreiche Protestaktionen statt.