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Teamberater*in für Beteiligungskultur - Zertifikatskurs

InSchwung – für Demokratie und Beteiligung in Zusammenarbeit mit dem Paritätischen Bildungswerk LV Brandenburg e.V.

Mitzureden, mitzubestimmen, die eigenen Wünsche und Erfahrungen in die Gestaltung der eigenen Lebens- und Arbeitswelt einzubringen, ist zentrales menschliches Bedürfnis. Beteiligung bildet die Grundlage jeder demokratischen sozialen Arbeit. Die aktive Beteiligung der Mitarbeitenden und der Nutzer und Nutzerinnen wirkt sich positiv auf die Qualität der Arbeit und die Zufriedenheit der Klient*innen aus. Fehlentwicklungen, wie Mobbing und Diskriminierungen kann so schon in den Anfängen entgegengewirkt werden. Beschwerden und Konflikte können als Chance für notwendige Veränderungen wahrgenommen werden. Und es kann ihnen begegnet werden, bevor die Situation eskaliert und ein Imageschaden für die Einrichtung entsteht.

In vielen sozialen Einrichtungen sind daher Beteiligungsformen, sowie Beschwerde und QM-Verfahren schon in den Leitbildern verankert und auch gesetzlich vorgeschrieben.

Welche Form diese Beteiligung annimmt, ob diese zu einer wirklichen Beteiligungskultur mit Mitbestimmungs- und Entscheidungskompetenzen wird oder sich im Aushang von Information und im formalen Beschwerdemanagementverfahren erschöpft, hängt von den Rahmenbedingungen, der Werteorientierung der Organisation, aber auch vom Engagement der Mitarbeitenden und der Leitung ab. Jede Organisation definiert die an den eigenen Bedingungen orientierten Beteiligungsprozesse, Ziele und Maßnahmen letztlich selbst und prozesshaft immer wieder neu.

Die Weiterbildung möchte das Rüstzeug dafür liefern, über eine formale Beteiligung hinaus Impulse für eine lebendige demokratische Teilhabekultur zu setzen – in der eigenen Einrichtung und Organisation und beratend darüber hinaus in Netzwerken und Kooperationen.

Ziele:

Die Weiterbildung vermittelt wirksame Handlungsansätze zur Stärkung demokratischer Teilhabe in sozialen Einrichtungen/Unternehmen. Sie unterstützt die Teilnehmenden in der Reflexion ihrer demokratischen Haltung und schärft ihre Diskriminierungssensibilität. Sie eignen sich Wissen und Kompetenzen der Konfliktbearbeitung sowie der Beratung und Moderation von demokratischen Prozessen an. In angeleiteten Praxisphasen entwickeln die teilnehmenden Fachkräfte Anwendungen in ihren eigenen Einrichtungen, wie Umgang mit Beschwerden, Leitbildentwicklung, Konzepte für Beteiligung etc.

Adressaten und Adressatinnen:

Fachkräfte und Ehrenamtliche aus Vereinen und sozialen Einrichtungen in Brandenburg und alle, die daran interessiert sind, Beteiligungskultur zu stärken.

Umfang und Zeitraum:

Die Weiterbildung umfasst insgesamt 228 Unterrichtsstunden: 7 Module mit 168 U.-Std. als Präsenzzeiten (21 Tage) und 60 U.-Std. Praxisphasen, die Prozesse des selbstgesteuerten Lernens und Coaching beinhalten. Sie wird berufsbegleitend in Präsenzseminaren im Zeitraum Oktober 2020 bis Juni 2021 durchgeführt (Termine siehe unten).

Durchführungsort:

Alle Module finden jeweils von 9 – 16 Uhr den Räumen der Volkssolidarität (Sozialstation Eberswalde), Mauerstr. 17 (am Richterplatz), 16225 Eberswalde, statt.

Kosten:

Die Weiterbildung ist vollständig gefördert (siehe unten). Reise- und ggf. Übernachtungskosten können nicht übernommen werden.

Abschluss:

Im Rahmen der Praxisphase ist ein individuelles Konzept oder Projekt zu erarbeiten und einzureichen, beispielsweise die Ausarbeitung eines Beschwerdemanagementsystems. Im Abschluss-Kolloquium werden die jeweiligen Praxisergebnisse präsentiert und diskutiert. Nach erfolgreicher Teilnahme an der gesamten Weiterbildung (aktive Kursteilnahme und Teilnahme am Abschluss) erhalten Sie ein Zertifikat des PBW und InSchwung als „Teamberater*in für Beteiligungskultur“.

HINWEIS

Bitte beachten Sie, dass auf unseren Veranstaltungen fotografiert und gefilmt wird.