Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege BAGFW veröffentlicht die Umfrageergebnisse zur Lage der Wohlfahrt
Die Umfrage zeigt: Finanzielle Engpässe gefährden soziale Angebote, freiwilliges Engagement und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Viele Einrichtungen mussten Leistungen bereits einschränken – eine stabile Finanzierung wird dringend benötigt. Steigende Kosten und gekürzte Mittel führen dazu, dass soziale Angebote eingeschränkt oder vollständig eingestellt werden müssen.
Mehr als 80 Prozent der befragten Einrichtungen erwarten, dass sie künftig Leistungen reduzieren müssen. Rund 28 Prozent gehen sogar davon aus, dass Angebote vollständig wegfallen könnten. Die Entwicklung ist bereits im Gang: In den vergangenen zwei Jahren mussten zwei Drittel der Befragten Angebote einschränken oder einstellen, 20 Prozent sogar dauerhaft schließen. Bereits 2024 war ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen, dessen Trend sich nun fortsetzt.
Regional zeigt sich ein ähnliches Bild: Über 60 Prozent der Einrichtungen bewerten die soziale Versorgung in ihrer Region als unzureichend. Dies betrifft sowohl niedrigschwellige Unterstützungsangebote als auch spezialisierte Dienste, die für die Bewältigung sozialer Herausforderungen unverzichtbar sind. Mit dem Wegfall von Angeboten ist auch das freiwillige Engagement gefährdet. Mehr als zwei Drittel der Befragten rechnen damit, dass sinkende Angebotsstrukturen auch weniger Möglichkeiten für ehrenamtliches Engagement bedeuten.
Ohne stabile soziale Infrastruktur verlieren nicht nur Menschen in belastenden Situationen wichtige Anlaufstellen, sondern auch Orte, an denen Solidarität, Vertrauen und gesellschaftliche Teilhabe entstehen. Bei der Vorbereitung des Haushalts 2027 muss für die Bundesregierung daher die Absicherung sozialer Dienste Priorität haben.
Zur Umfrage
Die Umfrage zur finanziellen Lage der sozialen Arbeit führte die BAGFW zur Zeit des Jahreswechsels 2025/26 durch. Der Fragebogen umfasste elf Fragen. Rund 3.600 Organisationen beteiligten sich, aus Brandenburg nahmen 106 Organisationen an der Umfrage teil,
Die detaillierte Umfrageauswertung findet sich hier.
Ansprechperson:
Katja Wolf
Referentin Kommunikation
Tel. 0331 | 28497 - 65
kommunikation(at)paritaet-brb.de

Referentin Kommunikation
Presse- & Öffentlichkeitsarbeit
Landesgeschäftsstelle
Tornowstraße 48
14473 Potsdam
Tel. 0331 | 28497 - 65
Fax 0331 | 28497 - 30
E-Mail: kommunikation(at)paritaet-brb.de

