Potsdam, 2. Januar 2023 Pressemitteilungen Landesverband
Gute Wünsche für ein soziales Brandenburg 2023 – LIGA fordert Einbindung der Sozialwirtschaft in den Transformationsfonds

Man stelle sich vor, es werden umfangreiche Geschenke zur Linderung von Notlagen angekündigt, doch es ist völlig unklar, ob sie auch dort ankommen, wo sie besonders dringend benötigt werden. „Auf dem Sozialgipfel wurden umfangreiche Hilfen für die Brandenburger soziale Infrastruktur angekündigt. Noch vor den Feiertagen hat der Landtag das ‚Brandenburg-Paket‘ abgesegnet. Bisher gibt es jedoch keine konkreten Angaben dazu, wieviel Geld beispielsweise für den dringend benötigten Ausbau von Beratungsstrukturen zur Verfügung steht“, sagt Hubertus Diemer, Vorsitzender der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege Brandenburg und Vorstand DRK-Landesverband Brandenburg e.V.. „Dabei haben ab Januar 2023 deutlich mehr Brandenburgerinnen und Brandenburger beispielsweise Anspruch auf Wohngeld. Doch soziale Beratungsstellen sind bereits jetzt stark besucht und mehr Personal muss erstmal gefunden und ausgebildet werden. Wir wünschen uns für das neue Jahr endlich klare Aussagen, damit unsere Einrichtungen auch handeln und mehr Beratung anbieten können.“

 

Hilfe beim Wandel zu ökologischer Sozialwirtschaft gefordert

Die Landesregierung sieht vor, die Brandenburger Wirtschaft durch den Ausbau erneuerbarer Energiequellen unabhängiger von Gas und Öl zu machen und somit gleichzeitig das Klima zu schützen. Hierfür ist ein Transformationsfonds vorgesehen. „Für soziale Träger und Einrichtungen ist der Wandel hin zu erneuerbaren Energien und Klimaschutz genauso wichtig wie für alle Bürgerinnen und Bürger. Doch der Umstieg auf eine andere Heizform, der Bau einer Solaranlage oder die Anschaffung von E-Autos ist für viele einfach nicht leistbar“, erklärt Liga-Vorsitzender Hubertus Diemer. „Aus eigenen Kräften kann die Sozialwirtschaft den Wandel nicht stemmen. Wir wünschen uns für das neue Jahr, dass beispielsweise auch soziale Träger zum Transformationsfonds Zugang erhalten.“

 

Hintergrund

Die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege, unter anderen der Paritätische Brandenburg, haben sich in Brandenburg zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen, um sich gemeinsam als LIGA für das Wohlergehen vor allem benachteiligter Menschen einzusetzen. Sie heißen Spitzenverbände, weil sie an der Spitze vieler frei-gemeinnütziger Träger stehen, wie Einrichtungen, Vereine, Gesellschaften und Initiativen. „Frei“ bedeutet, dass sie nicht staatlich organisiert sind.

 

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