18.08.2017 Armut / Rente / Mitgliedsorganisationen / Stellungnahmen Gesamtverband
Volkssolidarität fordert die Stärkung der gesetzlichen Rente

In Deutschland beziehen 90 Prozent aller Frauen und Männer Leistungen der Rentenversicherung. Das umlagefinanzierte System der Rentenversicherung ist leistungsfähig, zukunftssicher und solidarisch.

In Deutschland beziehen 90 Prozent aller Frauen und Männer Leistungen der Rentenversicherung. Das umlagefinanzierte System der Rentenversicherung ist leistungsfähig, zukunftssicher und solidarisch. Wird die gesetzliche Rente gestärkt, sinkt das Armutsrisiko älterer Menschen; soziale Gerechtigkeit und die Gerechtigkeit zwischen den Generationen bleiben gewahrt. Die gesetzliche Rente ist eine Errungenschaft des Sozialstaates, die nicht dem Spardiktat der öffentlichen Hand anheimfallen darf.

Die vorherrschende öffentliche Meinung sieht Altersarmut noch immer als kein dringliches Problem an. So wird auch in Berichten der Bundesregierung, zum Beispiel im 5. Armuts- und Reichtumsbericht, das Problem der Altersarmut relativiert. Mit dem Paradigmenwechsel hin zum 3-Säulen-Modell der Alterssicherung verschlechterte sich die Situation vieler Älterer spürbar. Und diese Verschlechterung betrifft immer mehr Menschen.

Zwischen 2005 und 2015 stieg die Armutsbetroffenheit von Rentnern und Pensionären von 10,7 Prozent auf 15,9 Prozent an. In den ostdeutschen Bundesländern erhalten 99 Prozent der älteren Menschen fast ausschließlich eine gesetzliche Rente. Bei den ostdeutschen Bestandsrentnern beziehen rund 38 Prozent eine Rente bis zu 1.000 Euro. Bei Männern, die heute in Rente gehen, liegt dieser Anteil bereits bei 59 Prozent. Darin spiegeln sich die Folgen der hohen Arbeitslosigkeit nach der Wiedervereinigung genauso wider wie die Ausdehnung des Niedriglohnsektors oder die Zunahme gebrochener Erwerbsbiografien.

Mirjam Deponte

Referentin Kommunikation und Information

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