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Gut jeder zehnte Brandenburger ist überschuldet

Andreas Kaczynski, Vorstandsvorsitzender des Paritätischen Brandenburg

Potsdam, 19. Juni 2017: Der Paritätische Brandenburg fordert bedarfsgerechten Ausbau der Schuldnerberatung

In Brandenburg sind über 210.000 Menschen überschuldet. Tendenz steigend. In der Mehrzahl der Landkreise und kreisfreien Städte war laut SchuldnerAltas Brandenburg 2016 erneut ein Anstieg zu verzeichnen. In den nördlichen Landkreisen erhöhte sich die Schuldnerquote am stärksten. Gerade in den Gebieten, in den die Beratungsstellen für die Betroffenen oft schlecht zu erreichen sind. Beraten wird in den brandenburgischen Schuldnerberatungsstellen überwiegend eine einkommensarme Klientel. Der Anteil alleinerziehender Frauen in der Beratung liegt dabei mit 17 Prozent um fast 3 Prozentpunkte über dem Bundesdurchschnittswert. „Wir brauchen ein flächendeckendes und bedarfsgerechtes Beratungsangebot, das auch verstärkt präventive Beratungsangebote in den Blick nimmt“, fordert Andreas Kaczynski, Vorstandsvorsitzender des Paritätischen Brandenburg e.V., anlässlich der heute beginnenden bundesweiten Aktionswoche der Schuldnerberatung. „Auch die finanziellen Rahmenbedingungen für die Schuldnerberatungen müssen dringend weiter verbessert werden, damit sie ihren wichtigen Beitrag zur Bewältigung der gesamtgesellschaftlichen Schuldenproblematik weiterhin leisten können“, so Kaczynski.

Verschuldung und Überschuldung kann jeden treffen. Hauptrisiken sind Arbeitslosigkeit, Niedrigeinkommen, Erkrankung und Trennung vom Partner. Folgen sind Stromsperren, Kontopfändungen bis hin zu Kündigungen der Wohnungen wegen Mietschulden. „Um den Teufelskreis der Überschuldung zu durchbrechen, brauchen Überschuldete eine qualifizierte Beratung und Begleitung. Und die ist in Brandenburg zumeist unterfinanziert“, erläutert Steffen Große, Fachreferent Schuldner- und Insolvenzberatung beim Paritätischen Brandenburg. „Immer noch werden im Land Brandenburg die Schuldnerberatungen vollkommen unnötig vom Land einerseits und den Landkreisen andererseits gesetzlich getrennt behandelt und finanziert, was in vielen Fällen zu einer prekären Finanzsituation führt, in der die Beratungsstellen jährlich um ihre Existenz kämpfen müssen. Sie sind zumeist von höchst unterschiedlichen freiwilligen Zuwendungen der Landkreise abhängig, die eine Planbarkeit außerordentlich erschweren“, berichtet Große weiter.

Die bundesweite Aktionswoche der Schuldnerberatung findet vom 19. bis 23. Juni 2017 statt. Kernforderungen und weitere Details unter:

www.aktionswoche-schuldnerberatung.de

Kontakt für Fachfragen:

Steffen Große, Referent für Schuldner- und Insolvenzberatung
Der Paritätische, Landesverband Brandenburg e.V.
Mobil: 01520 151 9292
Tel: 03535 51 33
E-Mail: steffen.grosze@paritaet-brb.de

 

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