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Startseite Parität BRB Aktuelles Aus unseren Mitgliedsorganisationen 2018 Frauenpolitischer Rat und KuKMA fordern geschlechtsbezogenen „Girls’ Day“ und „Boys‘ Day“  · 

Frauenpolitischer Rat Land Brandenburg (FPR) und die Kontakt- und Koordinierungsstelle für Mädchenarbeit (KuKMA) fordern einen eindeutig geschlechtsbezogenen „Girls’ Day“ und einen „Boys‘ Day“ anstelle des „Zukunftstages“

Am 26.04.2018 findet in Brandenburg der Zukunftstag statt, der 2001 in der Bundesrepublik als Girls’ Day eingeführt wurde. Junge Frauen für den MINT-Bereich und Handwerk zu begeistern war die Grundidee des Girls´ Day.

Dieser Ansatz droht hinter dem allgemeinen Begriff des „Zukunftstages“ verloren zu gehen. In Zeiten, in denen Rollenbilder sich wieder verfestigen und fast jedes Spielzeug in blau oder pink angeboten wird, müssen wir uns dafür einsetzen, dass Mädchen und Jungen sich jenseits von überkommenen Rollenvorstellungen orientieren können. Politik, Verwaltung und Wirtschaft müssen gemeinsam daran arbeiten, dass kein Berufsfeld geschlechtsspezifisch aufgeladen ist.

Sowohl die Schülerinnen und Schüler, als auch die Unternehmen müssen in Brandenburg gezielt angesprochen werden, wenn die Berufswahl oder die Anstellung jenseits von Rollenklischees erfolgen soll. Denn die Berufswahl in Brandenburg folgt sehr häufig geschlechtsspezifisch. Junge Frauen wählen eher die weiblich dominierten Berufe, die häufig schlecht bezahlt werden, auch wenn sie für die Gesellschaft unverzichtbar sind, wie z.B. Berufe im
Pflege- und Erziehungsbereich. Um jungen Menschen mehr Möglichkeiten bei der Berufswahl zu bieten und die traditionellen Muster aufzubrechen, wurde im Jahr 2001 von einem breiten Bündnis aus Politik und Wirtschaft der Girls´ Day ins Leben gerufen. Am Girls´ Day und auch dem Boys´ Day werden die Jugendlichen angehalten sich mit geschlechtsuntypischen Berufsfeldern auseinanderzusetzen und ggf. Kontakte für ein Praktikum zu knüpfen .

Mareike Vorpahl, KuKMA: „Mädchen für den MINT-Bereich zu begeistern war die Grundidee des Girls’ Day. Die Landesregierung sollte gezielt junge Frau ermutigen in männlich dominierten Ausbildungs- und Berufsfeldern wie Elektrotechnik, Ingenieurinnenwissenschaften oder dem Handwerk Fuß zu fassen. Ein spezifischer Girls’ Day ist hierfür wesentlich geeigneter als ein allgemeiner Zukunftstag.“

Verena Letsch, FPR: „Von einer geschlechtsuntypischen Berufswahl profitieren alle, das zeigt sich beispielhaft an den ehemals von Frauen dominierten Berufen: Erst mit einem Anstieg von Männern in den nichtakademischen medizinischen Gesundheitsberufen begann die sehr notwendige Diskussion um eine Aufwertung dieser Berufe in finanzieller und auch gesellschaftlicher Hinsicht. Auch die vermehrte Anzahl von Männern im Grundschulbereich hatte zur Folge, dass es in vielen Ländern zu einem Angleichen der Gehälter in der Entgeltstufe kam.“

 

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