Luckenwalde, 21. Mai 2019 Landesverband / Berichte Landesverband
Öffentlicher Kita-Trialog im Kreishaus in der Kreisstadt Luckenwalde

Schon seit geraumer Zeit beschäftigt das Thema der Kindertagesstätten die Bürger*innen Teltow-Flämings. Kreis- und Kommunalpolitik ringen damit, ausreichend Kita- und Hortplätze zur Verfügung zu stellen und in den nächsten Jahren wird der Bedarf sogar ansteigen.

Um die Verantwortlichen und Betroffenen endlich in einen gemeinsamen Diskurs zu bringen lud der Paritätische Landesverband Brandenburg Eltern, Elternvertretungen, Profis aus Kindertageseinrichtungen und Kandidat*innen der Kommunal- und Landtagswahl zum „Kita-Trialog“ nach Luckenwalde in das Kreishaus ein. Diskutiert wurde was gute Kindertagesbetreuung ausmacht, was sie braucht und wie sich gemeinsame Lösungen für die Probleme in der Region finden lassen.

Unter den Teilnehmern herrschte weitgehend Einigkeit: um dem steigenden Platzbedarf nachzukommen, müssen dringend neue Kitaplätze in den Kommunen des Landkreises entstehen. Thematisiert wurden hierbei auch die Probleme beim Bauen und die dabei verwirrenden Überschneidungen der Kompetenzen aller Akteure. Eltern und Erzieher bemängelten die Belastung durch Bürokratie, wodurch Zeit wegfällt, die eigentlich den Kindern gewidmet werden müsste. Selbstverständlich war auch der Fachkräftemangel und deren Folgen für die Qualität und Betreuungszeiten Diskussionsthema.

Der Paritätische Landesverband rief die Eltern dazu auf, sich weiterhin an der Diskussion über Kitas und deren Qualität früh und ständig zu beteiligen. Gleichzeitig sei aber die Hauptverantwortung für qualitäts- und bedarfsgerechte Kindertagebetreuung inklusive Planung auf der Kreisebene bei den Jugendämtern, so Steffen Große, Regionalleiter des Paritätischen für Teltow-Fläming. Vor weiter steigenden Finanzierungsbedarfen dürfe sich jedoch das Land nicht drücken.

Jeder Teilnehmer konnte in gedruckter Form die aktuellen Standpunkte der LIGA zur Novellierung des brandenburgischen Kita-Rechts und Qualitätsverbesserung in gedruckter Form mitnehmen.

Es zeichnet sich ab, dass die Kita weiterhin ein Streitthema bleiben wird, auch im Hinblick auf die Umsetzung des „Gute-Kita-Gesetzes“ der Bundesregierung. Zumindest wurde eine gute trialogische Diskussionskultur der verschiedenen Akteure auf den Weg gebracht. Es bleibt zu hoffen, dass sich auch in Zukunft Eltern, Erzieher, freie Träger, Politiker und Verwaltungsmitarbeiter vernetzen um gute und praxistaugliche Lösungen zu finden.


Die MAZ berichtete am 23.05.19 über die Veranstaltung in ihrem Artikel: „Diskussion über gute Kitas"

Bericht von: Christian Köhler Pinzón

Mirjam Deponte

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