Schorfheide, 15. Mai 2019 Landesverband / Berichte Landesverband
Dialogveranstaltung "Runde Tische zu eckigen Problemen – nachhaltige und regionale Lösungen für ein gutes Leben im ländlichen Raum"

Was macht ein gutes Leben in ländlichen Regionen aus? Wie kann es gelingen, nachhaltige und regionale Lösungen für die zentralen Fragen im ländlichen Raum zu finden: Altern und Pflegebedürftigkeit, Mobilität und Verbleib in der eigenen Region, soziale Teilhabe und Versorgung.

Anlässlich der bevorstehenden Wahlen lud der Paritätische Landesverband Brandenburg und die paritätischen Mitgliedsorganisationen BE Buckow e.V. und GGAB gGmbH vergangenen Mittwoch alle demokratischen Parteien, Kandidat*innen und interessierte Bürger*innen zu der  Dialogveranstaltung "Runde Tische zu eckigen Problemen – nachhaltige und regionale Lösungen für ein gutes Leben im ländlichen Raum" in die Kulturscheune Buckow.

Nach kurzen Fachreferaten zum Thema Finanzierung von Pflegeleistungen und Eigenbeteiligung wurden alle diese wichtigen Fragen an drei Thementischen vertieft. Anders als bei vielen Wahlveranstaltungen diskutierten hier nicht Kandidat*innen demokratischer Parteien miteinander, sondern mischten sich an den Thementischen unter die Bürger*innen und stellten sich den Fragen und Diskussionen der Seniorenverbände und interessierten Barnimer. Vor allem das Thema Pflege, aber auch Mobilität, Soziale Teilhabe und Vorsorge/Beratung waren die Themenschwerpunkte. Lebendige Demokratie braucht den direkten Dialog zwischen Bürger*innen und Politiker*innen. Da waren sich Politiker*innen und Bürger*innen einig. Der „Dialog auf Augenhöhe“ sollte auch nach den Kommunalwahlen fortgesetzt werden.

2448 Fachkräfte mehr als bisher braucht die Pflege im Barnim laut Prognose bis zum Jahr 2040. "Das schaffen wir nicht, das geht nicht", sagt nicht nur Dunja Schwarz-Fink vom Regionalbüro der Paritätischen Barnim/Uckermark. "Wir brauchen andere Wege", stellt sie fest. "Wir müssen es schaffen, dass Leute länger in ihrer Häuslichkeit bleiben."

Folgende Zahlen* und Prognosen für Barnim stellte der Paritätische Landesverband bei der Veranstaltung in Buckow vor:

Nahezu 11 000 Barnimer sind pflegebedürftig – mehr als sechs Prozent. Damit ist der Anteil derjenigen im Landkreis, die ihren Alltag dauerhaft nur mit Hilfe meistern können, noch einmal höher als der Landesdurchschnitt von 4,5 Prozent, den Pflegebedürftige gemessen an der Gesamtbevölkerung ausmachen. In der Zukunft steigen die Zahlen Experten zufolge dramatisch. Schon im nächsten Jahr sind den Prognosen nach knapp 12 000 Barnimer zu pflegen, in fünf Jahren noch einmal reichlich 1000 mehr. Für 2040 werden mehr als 17 500 prognostiziert. Entsprechend mehr Angehörige oder Professionelle braucht die Pflege. 2016 zählte der Barnim 2933 professionelle Pflegekräfte. Schon 2020 werden 440 mehr gebraucht. 850 mehr müssten es in fünf Jahren sein. Bis 2040 würden fast 2500 Kräfte zusätzlich benötigt.

* Die Zahlen stammen überwiegend aus der Analyse der aktuellen Pflegestatistik des Brandenburger Gesundheitsministerium (Ende 2017).

Eine Berichterstattung und Kommentar veröffentlichte die MOZ am 16.05.2019 in ihrem Artikel "Pflege: Neue Wege gesucht"

Mirjam Deponte

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