Potsdam, 5. August 2019 Mitgliedsorganisationen / Pressemitteilungen Mitgliedsorganisationen
Brandenburgische Landesstelle für Suchtfragen feiert 25-jähriges Jubiläum

Seit 25 Jahren ist die Brandenburgische Landesstelle für Suchtfragen e.V. (BLS) als landeweite Fach- und Koordinierungsstelle im Land Brandenburg aktiv. Der Konsum von Alkohol und anderen Suchtmitteln ist Ursache für eine Vielzahl von gesundheitlichen und gesellschaftlichen Schäden -

Potsdam, 06.08.2019. Die BLS ist seit 1992 als landesweite Fach- und Koordinierungsstelle im Themenbereich Suchthilfe und Suchtprävention aktiv. In den ersten Jahren nach der politischen Wende wurde befürchtet, dass eine Drogenwelle die östlichen Bundesländer erreichen würde. Das führte auch dazu, dass im Land Brandenburg in den 1990er Jahren Suchtpräventionsprojekte und Suchtberatungsstellen aufgebaut wurden.

Heute bieten in jedem Landkreis ambulante Suchtberatungsstellen Hilfe für suchtmittelabhängige Menschen und deren Angehörige an. Im Land Brandenburg suchen jährlich ca. 10.000 Menschen Rat in einer Suchtberatungsstelle. Das ist nur die Spitze des Eisberges. Untersuchungen zeigen, dass in Brandenburg fast 19 Prozent der Männer und mehr als 9 Prozent der Frauen in riskanter Weise Alkohol konsumieren.

Alkohol ist nach wie vor die Substanz, die zu den größten gesundheitlichen Schädigungen führt. 65 Prozent der Ratsuchenden in den ambulanten Suchtberatungsstellen im Land Brandenburg kommen aufgrund einer Alkoholproblematik, gefolgt von fast 14 Prozent aufgrund von Problemen, die durch den Konsum von Cannabis entstanden sind und fast 9 Prozent Konsument*innen von Stimulanzien. Bemerkenswert ist auch der Anteil von fast 5 Prozent der Besucher*innen, die aufgrund einer Glücksspielabhängigkeit Hilfe in den Suchtberatungsstellen suchen.

Es ist bekannt, dass suchtkranke Menschen in der Regel schon einige Jahre abhängig sind, bevor sie Hilfe suchen. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass eine Suchterkrankung immer noch mit sehr großen Schuld- und Schamgefühlen einhergeht. „Unser Ziel ist es, betroffene Menschen früher zu unterstützen, einen Weg aus der Sucht zu finden“ so Andrea Hardeling, Geschäftsführerin der BLS.

Neben den Angeboten der Suchtberatungsstellen koordinieren fünf Überregionale Suchtpräventionsfachstellen im Land Brandenburg regionale Aktivitäten im Bereich Suchtprävention. So werden zum Beispiel Veranstaltungen für Fachkräfte organisiert, um Präventionsmaßnahmen in Schulen oder Jugendeinrichtungen zu initiieren oder es werden Projekte für Jugendliche (wie z.B. Jugendfilmtage) in den Regionen umgesetzt.

Bestimmte suchtspezifische Themen werden öffentlich besonders wahrgenommen. Ein Bespiel ist die Berichterstattung zum Thema Crystal Meth. Glücklicherweise haben sich anfängliche Befürchtungen, dass der Konsum dieser stark schädigenden Substanz flächendeckend zunehmen würde, nicht bewahrheitet.

 

Angebote der Suchthilfe und Suchtprävention sind notwendig, um weitere Schäden zu verhindern

Die BLS setzt sich seit 25 Jahren dafür ein, dass Angebote im Bereich Suchthilfe und Suchtprävention aufgebaut und durchgeführt werden. Darüber hinaus wurden in den vergangen Jahren Projekte an der Schnittstelle zur Suchtselbsthilfe und in der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung aufgebaut. „Angebote der Suchthilfe und Suchtprävention sind Voraussetzung dafür, gefährdete Menschen früh zu erreichen und damit den gesundheitlichen und gesellschaftlichen Schaden zu begrenzen“ so Andrea Hardeling.

Auf einem Fachtag zum Thema Suchtprävention und Suchthilfe im Land Brandenburg - Herausforderungen an eine moderne Suchtpolitik wird die BLS am 6. August gemeinsam mit Verantwortlichen aus Politik, Verwaltung und den Akteuren aus Suchtprävention und Suchthilfe die aktuellen Herausforderungen diskutieren.

 

Die Brandenburgische Landesstelle für Suchtfragen e.V. arbeitet als landesweite Fachstelle in den Themenbereichen Suchthilfe, Suchtprävention, Suchtselbsthilfe und Glücksspielsucht.

Weitere Informationen zum Thema sowie die Adressen der Suchthilfeeinrichtungen im Land Brandenburg finden Sie unter: www.blsev.de

Kontakt:
Brandenburgische Landesstelle für Suchtfragen e.V.
Andrea Hardeling
Behlertstr. 3A, Haus H1
14467 Potsdam
Tel. 0331. 581 380 -0                    
andrea.hardeling(at)blsev.de

 

Mirjam Deponte

Referentin Kommunikation und Information

Landesgeschäftsstelle

Tornowstraße 48
14473 Potsdam

Tel. 0331 | 28497 - 64
Fax 0331 | 28497 - 30

E-Mail: mirjam.deponte(at)paritaet-brb.de

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